Was tun gegen Flugangst – die besten Tipps zum Flugangst überwunden

Dez 8, 2019

Die meisten Menschen haben kein Problem mit dem Fliegen und empfinden das Ganze als aufregendes Abenteuer finden es toll zu neuen Zielen zu reisen und dabei über den Wolken zu schweben. Auch Start und Landung verursachen bei ihnen lediglich ein kleines Herzklopfen oder Kribbeln im Bauch, dass den Spaß eher noch erhöht.

Für andere Menschen ist das alles Routine, die sie völlig kalt lässt. Und dann sind da die Mitmenschen, die unter Flugangst leiden. Sie vermeiden wo immer es geht das Fliegen.

Auch der – korrekte – Hinweis, dass das Fliegen statistisch gesehen die sicherste Form des Reisens ist, hilft den Betroffenen nicht weiter, denn die Flugangst ist bei diesen Menschen fest verwurzelt. Immerhin leiden 10 bis 20 Prozent der Deutschen einer Umfragen zufolge unter Flugangst.

Als Resultat verzichten diese Personen auf tolle und interessante Reisen in ferne Länder und haben oft sogar im Beruf Probleme, weil sie nicht auf Geschäftsreisen gehen können oder möchten, die mit Flugreisen verbunden sind. Im schlimmsten Fall leidet also die berufliche Karriere empfindlich unter diesem Problem.

In der folgenden Grafik finden sie interessante statistische Information zum Thema Flugangst.
Allerding gibt es Einiges, was die Betroffenen gegen die Flugangst tun können. Wir verraten Ihnen h9ier in diesem Beitrag ein paar wertvolle Tipps und geben ihnen praktische Ratschläge.

Was ist Flugangst?

Die Flugangst gehört zu den Angststörungen, wie beispielsweise Höhenangst, Platzangst, Klaustrophobie, Angst vor Spinnen, etc. Der wissenschaftliche Fachausdruck ist Aviophobie.

Angst ist normalerweise ein wichtiger Instinkt, der als Schutzmechanismus in seiner ursprünglichen Form das menschliche Leben retten soll. Bei echter Gefahr hilft die Angst die Sinne zu schärfen, Körperkräfte freizusetzten und instinktiv und schnell zu reagieren.

Adrenalin wird freigesetzt, die Herzfrequenz erhöht, etc. Auch das plötzliche erstarren kann in einer echten Gefahren Situation eine sinnvoll Reaktion sein, beispielsweise wenn bei einem Angriff ein Flucht unmöglich ist und stille Verharren die bessere Lösung ist.

Bei Angststörungen jedweder Art, reagieren Menschen mit diesem extremen Schutzmechanismus auch in Situationen, die realistisch betrachtet gar keine echte Gefahr darstellen. Ein gutes Beispiel sind harmlose Spinnen. Das kleine Tier tut uns nichts, wir sind eher eine reelle Gefahr für die Spinne.

Die Symptome bei allen Angststörungen sind ziemlich die gleichen, so also auch bei Flugangst. Zu den wichtigsten gehören:

  • Geschärfte Sinne
  • gesteigerte Aufmerksamkeit
  • Herzrasen
  • erhöhter Blutdruck
  • Schweißausbrüche
  • Zittern
  • Nervosität
  • Schwindel
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit

Oft verlassen Menschen mit extremer Flugangst das Flugzeug, betreten dieses erst gar nicht oder stornieren im Vorfeld den Flug. So werden jedes Jahr aufgrund von Flugangst ca. 10 Millionen Flüge nicht angetreten.

Tabletten und andere Medikamente bei Flugangst

Viele Menschen greifen zu Medikamenten bei Flugangst. Dies ist der schnellste und einfachste Weg, um die Flugangst zu überwinden. Allerdings müssen diese Medikamente mit Vorsicht eingenommen werden. Sie sollten sich gründlich und ausführlich von Ihrem Arzt beraten lassen. Diese klärt sie verantwortungsbewusst über alle Aspekte der Medikamenten Einnahme auf.

Denn diese Medikamente sind in den meisten Fällen verschreibungspflichtig und können Nebenwirkungen haben. Auf keinen Fall sollt man daher auf dubiose Angebote im Internet greifen, bei denen es sich zudem um Fälschungen handeln kann. Beruhigungsmittel wirken auf jeden Menschen unterschiedlich und haben auch Suchtpotential. Deshalb sollten diese Arzneimittel nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.

Es gibt auch rezeptfreie Optionen, bei denen es sich meist um natürliche Produkte handelt.

Insbesondere bei leichterer Flugangst können diese gut helfen und bedenkenlos eingenommen werden. Dennoch raten wir auch hier vor der ersten Einnahme vorsichtshalber einen Arzt oder zumindest einen Apotheker zu konsultieren. Gute Beispiele sind hier:

  • Baldriantropfen
  • Melissen und Kamillentee
  • Passionsblumen Extrakt
  • Etc.

Es muss allerdings deutlich gesagt werden, dass die Medikamente die Flugangst nicht therapieren. Sobald die Wirkung der Medikamente nachlässt, ist die Flugangst wieder da. Wir raten deshalb nur zu Medikamenten, um einen Flug antreten zu können, der wichtig ist und wo die Zeit nicht mehr reicht, eine nachhaltige Therapie des Problems durchführen zu können.

Zu denken ist hier an wichtige Geschäftsreisen, plötzliche Krankheits- oder Todesfälle, wo ein Flug unumgänglich ist, etc. generell ist es besser, das Problem an der Wurzel anzugehen.

Flugangst mit Therapie behandeln

Wesentlich besser ist es natürlich, die Flugangst zu therapieren und ein für alle Mal loszuwerden. Denn dann stehen tollen Urlaubsreisen und wichtigen Geschäftsreisen nichts mehr im weg.

Mittlerweile bieten Fluggesellschaften, Privatunternehmen und Psychotherapeuten entsprechende Therapien an, deren Erfolgsquoten oft bei 70 bis 90 Prozent liegen.

Typischerweise läuft eine solche Flugangst-Therapie in mehreren Schritten ab:

  • Informationen
  • Ein wichtiger erster Schritt ist die Vermittlung von rationaler Information zum Thema. Deshalb werden die Teilnehmer an einem Seminar zur Überwindung von Flugangst erst einmal genau über die Funktionsweise eines Flugzeugs, die Zuverlässigkeit der Technik, über Wetterfaktoren und die ausgezeichnete Ausbildung der Piloten aufgeklärt.

    So wissen z.B. viele Menschen gar nicht, dass ein Flugzeug auch im Falle eines totalen Triebwerkausfalls noch ein ziemlich lange Zeit weitersegeln kann und in vielen Fällen eine sicher Landung durchführen kann.

  • Praktische Übungen
  • Zudem erlernt man Entspannungstechniken, die man selbst während des Fluges anwenden kann. Hierzu gehören spezielle Atemübungen, progressive Muskelentspannung und autogenes Training.

  • Konfrontation
  • Und schließlich stellen sich die Teilnehmer am Ende ihrer Angst und besteigen nach entsprechender Vorbereitung gemeinsam mit dem Psychologen ein Flugzeug und heben ab. Durch diese erfolgreiche Konfrontation am Ende des Seminars besiegen die meisten Menschen nachhaltig ihre Flugangst.

    Eine besonders interessante neue Tendenz ist die Verwendung von Virtual-Reality-Brillen (VR Brillen) im Rahmen der Therapie. Denn Tess haben herausgefunden, dass die Teilnehmer gar nicht ein echtes Flugzeug besteigen müssen und tatsächlich einen begleiteten Flug absolvieren müssen, um ihre Ängste zu konfrontieren. Das Erlebnis unter Zuhilfenahme der VR Brille reicht ebenfalls aus. Dies ist natürlich nicht nur wesentlich unkomplizierter, sondern auch deutlich preiswerter.

Hypnose – hervorragende Option gegen Flugangst

Eine sehr bewährte Behandlungsmethode gegen Flugangst ist die Hypnose. Denn die Flugangst ist wie alle anderen Ängste auch normalerweise tief im Unterbewusstsein verwurzelt. Um die Ängste auflösen zu können ist es deshalb ideal, direkt im Unterbewusstsein zu arbeiten. Und dies ist mit Hypnose sehr gut möglich.

Die Betroffenen werden Sie von einem kompetenten und erfahrenen Therapeuten in einen ruhigen, meditativen Zustand versetzt. Durch positive Suggestionen überwinden die Patienten die Flugangst. Sie sind während der gesamten Sitzung wach und ansprechbar, aber eben in einem tieferen Bewusstseinsstadium. In diesem empfangen sie daqnn psychologische Botschaften, die Ihnen helfen, Ihre Ängste zu überwinden.

Tipps für einen stressfreieren Flug

Zum Abschluss haben wir nochmal alle Tipps und Ratschläge für Sie übersichtlich zusammengestellt:

  1. Rufen Sie sich vor einem Flug die Fakten vor Augen. Sehen Sie sich Statistiken zur Flugsicherheit an, erinnern Sie sich an alles im Seminar Gelernte oder, wenn Sie kein Seminar besucht haben, lesen Sie über Pilotenausbildung, Flugsicherheit, etc. Gehen Sie an Bord, auch wenn Sie Angst haben.
  2. Für Menschen mit Flugangst empfiehlt sich die Reservierung eines Platzes am Gang. Denn oft bekommen Menschen in Panik zusätzlich Klaustrophobie und fühlen sich im Fenster- oder Mittelplatz eingeengt. Außerdem ist es eventuell besser, nicht aus dem Fenster in die Tiefe zu schauen. Menschen mit Flugangst sollten also den Sitzplatz nicht dem Zufall überlassen und lieber etwas höhere Kosten in Kauf nehmen und den Platz rechtzeitig und im Vorfeld reservieren.
  3. Scheuen Sie sich nicht, über ihre Flugangst zu sprechen. Es ist kein Grund sich zu schämen. Sowieso leiden mehr Menschen an Flugangst, als man selbst oft annimmt, Sie sind also nicht allein! Ein nettes Gespräch mit dem Sitznachbarn lenkt ab und hilft, Entspannung zu finden.
  4. Leugne Sie nicht die Flugangst, aber steigern Sie sich auch nicht unnötig hinein. Je krampfhafter man manchmal versucht gegen etwas anzukämpfen umso schlimmer wird die Angst oft. Bei Schlaflosigkeit hilft ja auch nicht, dass man sich verzweifelt sagt, man müsse jetzt schlafen. Suchen Sie lieber etwas, was Sie ablenkt und entspannt. Lassen Sie nicht zu, dass Sie anfangen über sämtliche Flutkatastrophen und mögliche Szenarien nachzudenken. Lesen Sie stattdessen eine Zeitschriften, hören Sie Musik, etc.
  5. Essen Sie unbedingt etwas vor dem Flug, auch wenn Ihnen eventuell nicht danach ist. Trinken Sie genug, verzichten Sie aber auf koffeinhaltige Getränke oder Energy Drinks. Alkohol ist übrigens auch keine gute Idee, auch wenn viele Menschen meinen, darauf zurückgreifen zu müssen.
  6. Achten sie auch bewusst auf Ihre Atmung und versuchen Sie stets ruhig und entspannt zu atmen und vor allem tief durchzuatmen, denn das entspannt anerkanntermaßen. Setzten Sie sich bequem und in gerader Haltung hin und lassen Sie beide Füße auf dem Boden stehen.
  7. Versuchen Sie generell sich abzulenken. Egal ob Sie ein Buch oder eine Zeitschrift lesen, Musik hören, sich den Film im Bordprogramm ansehen, ein Kreuzworträtsel lösen oder das Shopping Magazin der Arline durchblättern und im Duty Free Shop nach einem Schnäppchen suchen. Finden Sie etwas, das Sie ablenkt und unterhält.
  8. In besonders schweren oder dringenden Fällen können Sie auf Medikamente zurückgreifen. Konsultieren Sie dazu unbedingt vorher Ihren Arzt. Versuchen Sie, mit rezeptfreien, natürlichen Mittel auszukommen.
  9. Nehmen Sie an einem Flugangst-Seminar teil. Hier helfen Ihnen echte Fachleute, mit der Flugangst fertig zu werden. Zudem treffen Sie auf Menschen mit dem gleichen Problem und können sich gegenseitig Mut machen. Oft informieren hier auch echte Piloten über die Hintergründe des Fliegens und erklären beispielsweise, warum das Flugzeug wackelt, woher manche Geräusche kommen etc. zudem bekommt man praktische Übungen zur Entspannung mit auf den Weg.
  10. Wenn alles nichts hilft, dann vermeiden Sie das Fliegen so gut es geht, vor allem, wen Sie dies nicht beruflich tun müssen. Schließlich kann man auch mit dem Auto oder der Bahn in den Urlaub fahren.

Letzterer Fall ist jedoch die absolute Ausnahme. Mit einer guten Therapie und der Befolgung der Tipps könne die meisten Menschen problemlos fliegen und auch ferne Traumziele problemlos erreichen. Vergessen Sie nie, dass das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel ist. Wir wünschen viel Erfolg und eine gute Reise!

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